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Bericht Yvonne Flother (RTL, Die Ausreißer)
Hallo,
eigentlich "keine Ahnung" aber ich Versuchs
mal:
Nach dem Thomas Sonnenburg Monatelang versucht hat mich in ein normales geregeltes
Leben einzugliedern beschloss er diese Arbeit mit Matthias und mir weit ab von
Familie und Freunden fortzusetzen. So sind wir auf die Idee gekommen nach Kenia
zu fliegen.
Durch David der hier schon Volontär ist haben wir Kontakt zum Waisenhaus und
zur Familie Müller aufgenommen. Ende Januar war es dann soweit und wir flogen
nach Kenia. Ich wusste nicht was auf mich bzw. uns zukommt. Als wir aus dem
Flugzeug ausstiegen dachte ich, ich kriege einen Hitzeschlag. Als wir dann
endlich unsere Koffer hatten und aus dem Flughafen raus waren, sahen wir direkt
Helmut, Petra und David. Sie begrüßten uns sehr herzlich und freundlich. Ich
dachte es werden bestimmt tolle 7 Wochen. So fuhren wir direkt zum Waisenhaus
wo uns die Mamas auch sehr herzlich begrüßten. Wir brachten nach 2 Stunden
unsere Klamotten ins Privat Haus und zogen uns erstmal um. Als wir wieder
zurück ins Waisenhaus kamen gab es schon Mittagessen und die Kinder kamen von
der Schule. Sie freuten sich und stellten sich alle vor. Klar konnten wir uns
nicht direkt alle Namen merken aber es wurde von zeit zu zeit besser. So fing
ich jeden Tag nach dem wir uns ans Klima gewöhnt hatten an, mit Eva oder Dally
zum Kindergarten zu gehen um die Kids abzuholen. Ich suchte mir jeden Tag neue
Aufgaben wie zum Beispiel: Bohnen oder Reis zu sortieren, Wäsche machen und
Mittags nach dem Kindergarten mit Rose und Daniel deutsch zu machen. Alles hat
super viel spaß gemacht nur irgendwann hatte ich ein paar Tage wo meine Lust
nicht so groß war. Ich war zu deprimiert weil mein Geburtstag anstand du ich zu
großen Heimweh hatte und dachte was ist das für ein Geburtstag ohne Familie und
Freunde?! Es war schließlich mein 18. Geburtstag. Ich zog mich immer weiter
zurück obwohl wir gerade mal anderthalb Wochen da waren. Es kam mein Geburtstag
wir feierten in einer kleinen Runde rein und samstags mittags kam die party mit
den Kids. Kurz vor dem Mittagessen waren alle an ihren Plätzen und alle waren
super drauf ich war nicht Glücklich aber es war trotzdem toll. Auf einmal kamen
andere Stimmen von der Tür und es waren bekannte deutsche Stimmen. Ich drehte
mich um und sah Thomas Sonnenburg, sprang auf und freute mich riesig, dass er
extra wegen meines Geburtstags aus Deutschland kam. Ich habe vor Freude
geweint. Auf einmal merkte ich er ist nicht alleine und meine Mama stand da und
ich war noch Glücklicher! So toll hatte ich mir meinen Geburtstag nicht
vorgestellt. Es war richtig geil in einem anderen Land zu feiern und dann auch
noch mit meiner Mama und Tommy. So kam es dann zur weitern Geburtstags Party wo
die Kids gesungen haben und es Kuchen gab den ich natürlich mit allen geteilt
habe. Die Schweizer Freundin Elisabeth von Helmut und Petra kam auch extra zu
meinem Geburtstag und hat ihren selbst gemachten Kuchen gebracht. Ich finde das
ist der beste selbst gemachte Kuchen den ich in Kenia oder zu Hause je gegessen
habe. Sie kommt jetzt jeden Mittwoch und bringt Kuchen. So schnell ging die
Zeit rum und trotzdem habe ich soviel mitgenommen. Wie zum Beispiel: wieder
alleine aufstehen. Geld einzuteilen oder Dinge zu tun wozu man keine Lust hat
wie z.B.: Haushaltsbuch führen.
Was ich jetzt auch noch freiwillig mache ist: Abends aufpassen das die Kids
abwaschen, Duschen gehen und keine Jeans zum schlafen anziehen. Hausaufgaben
überwache ich auch noch und die Brote mit den Mamas schmieren. An den
Wochenenden sind wir meistens an den Beach gegangen und ich musste auf die
kleinen Kids aufpassen, es war immer lustig. Ich würde jeder Zeit wieder kommen
sobald ich das Geld dazu habe. Als 6 Wochen dann rum waren haben wir Abschied
gefeiert um DANKE zu sagen an Petra, Helmut, Die Mamas und allen Kiddis. Wir
machten ein großes Lagerfeuer und die Kids begannen zu singen und zu trommeln.
Sie führten uns rund ums Feuer ihre traditionellen Giriamatänze vor, dabei
hatten wir auch alle wieder riesigen Spaß. Seit dem kommen die Kids immer
wieder an und fragen ob wir ganz bald wieder kommen.
Ich bedanke mich bei allen die es möglich gemacht haben dieses Haus für die
lieben Kinder zu bauen und danke dafür dass es so schön hier war!!!
Ich habe viel gelernt und hoffe nun, dass ich mein Leben zu Hause durch diese
tolle Erfahrung in geregelte Bahnen bringen werde!
Diese Zeit werde ich so schnell nicht vergessen
DANKE
Liebe grüße
Yvonne
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