- Bericht
Januar 2005
27.12..04 Heute geht’s los. Wieder sind es weit über 200kg
Gepäck geworden und wir haben es nicht geschafft einen Bus zu mieten.. Also
fahren wir mit 2 Autos los. Im Flughafen Düsseldorf wimmelt es nur vom DRK,
Taucher und Feuerwehr. Sie sind alle auf dem Weg nach Thailand um Hilfsgüter
hinzubringen. Beim Einschecken haben wir keine Probleme mit unserem
Übergepäck und starten um 21.30 Uhr. Im Flieger gibt es nicht einen freien
Platz, da sie alle Urlauber die ins Krisengebiet fliegen wollten umgebucht
haben..
28.12.04

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Um 7.45 Uhr landen wir in Mombasa. Wir laden unsere 8 Koffer und Handgepäck bei Harun ins Auto und fahren
gleich zum Nakumat um noch einiges einzukaufen.
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Dann aber weiter, wir können es
kaum erwarten um die Kinder in die Arme zu nehmen. Wir fahren direkt ins Heim-
oh je nun ist aber was los, alle wollen uns begrüßen und küssen, also die Kids auch ins Auto rein.
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Ein Jubel und
Trubel ist im Gange, wir
sind alle happy. Dann erstmal unseren Volontär Matthis begrüßen, der die
letzten 2 Monaten sich ganz lieb um die Kinder gekümmert hat.
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Abends dann
endlich in unser Makutihotel duschen und nur noch schlafen.
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29.12.04
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Morgens einkaufen und dann zu den Kids.
Nanne kauft 8 Pakete Kekse (sie sahen lecker aus) wir wollen sie auch gleich
essen, pfui Teufel, da ist ja Pfeffer drin! Nach dem Essen gehen wir im Ozean
baden.
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Nanne hat für 15 Kids Schwimmflügel mitgebracht, also alle aufblasen und
rein in die Fluten. Die Kids sind total happy und lernen es ruckzuck über Wasser
zu bleiben und zu schwimmen.
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Nach 2
Stunden beenden wir das Plantschen und gehen nach Hause. Als die Dunkelheit
einbricht sehen wir mit dem Beamer an der Hauswand das Video vom letzten Urlaub.
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Ein Gekichere und Gelache ist im Gange als sie sich selber sehen. Dann sehen wir
noch den Film Ice Age ( Trickfilm). Unsere Kleinen gehen aber um 20.00 Uhr
freiwillig ins Bett und erleben nicht das Ende vom Film. Gegen 22.00 Uhr fahren
wir dann auch ins Hotel.
30.12.04
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Heute morgen als wir kommen haben alle Kids sich ihre Kangas
als Faltenröcke um den Bauch gebunden, eine
große Trommel wird hingestellt und los geht es. Alle fangen an zu singen und zu
tanzen.
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Es klappt super, sogar die Performancde stimmt bei allen, man merkt das
sie Unterricht gehabt haben!
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Shukurani trommelt super und alle singen und tanzen im Takt. Dann werden wir
auch geholt und müssen mit ihnen zusammen tanzen.
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Gestern haben mich einige
Kinder
nach ihren Geschwistern gefragt die noch irgendwo im Dorf leben und ob wir sie
nicht auch noch holen können. Na okay, die Geschwistersollen schon zusammen
bleiben, also fahren wir los um sie zu holen.
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Als erstes fahren wir nach
Kaloleni um die kleine Schwester von
Benson und Willi zu holen. Erst unterwegs bemerken wir das sich unser Fadhilli
mit ins Auto geschmuggelt hat, er sitzt ganz ruhig auf Willis Schoß und grient uns an als wir ihn fragen was er in
Kaloleni will er käme schließlich aus Msumarini!
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Er hat sich heute morgen
schnell geduscht und Sonntagssachen angezogen wie die Kids die mit und dürfen
und so hat es keiner gemerkt!
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In Kaloleni angekommen müssen wir erstmal Mary suchen, ist irgendwo im Busch spielen. Dann
geht es ganz schnell, eine Frau kommt und zieht ihr sauberes Perlonkleid an, die
anderen Frauen aus
dem Dorf stellen sich zum Abschied hgin und winken einmal und das wars dann!
Keine Träne, nichts, im Gegenteil alle freuen sich riesig.
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Klein Mary klettert
gleich bei Nanne auf den Schoß und schläft dann ein. Nun ins nächste Dorf,
Mshangoni, um von Sundee die kleine Schwester abzuholen. Mist der Onkel ist
nicht da, also können wir hier nichts erledigen, sagen aber den anderen Bescheid der er sie uns bringen kann.
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Diese
45 km Buschtour hätten wir uns sparen können. Sanita ist alleine 25km mit dem
Matatu los um Ihre Schwester zu holen, aber auch da ist die Tante nicht zu Hause
und sie kommt alleine wieder. Zaituni haben wir nach Shanzu geschickt um ihren
kleinen Bruder zu holen der dort bei einem Onkel lebt. Sie kommt abends mit ihm
zurück.
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Christiane und Willi beschließen für das Heim einen Kühlschrank zu
kaufen, finden auch einen in Kilifi aber alle meinen in Mombasa könnten wir für
das gleiche Geld einen größeren bekommen oder eben billiger. Die Männer fahren
noch los obwohl es schon verdammt spät ist für diese weite Tour. Der Nakumat
ist heute total voll und auch zu teuer, also weiter nach Mombasa. Sie finden
dort einen großen Kühlschrank mit Gefrierfach, ist aber auch nicht
billig(280euro) Nun soll er gleich ins Auto, also Safaridach auf und ihn von
oben reingehieft, anders keine Chance. Als sie zurückkommen ist im Haus aber was
los. Unsere Staff umarmen Christiane und Willi mehrmals. Sie sind total
glücklich endlich mal etwas einzufrieren und Vorrat zu halten.
31.12.04 Heute morgen kaufen wir 15 kg Fleisch, 7
Kisten Soda und eine Kiste Bier. Im Hotel bestelle ich eine große Schüssel
Fruchtsalat für unsere Boule. Da im Haus schon alles für die Paty fertig
geschmückt ist, fahren wir alle zum Makutti zurück , denn heute ist Schwimmen im
Pool angesagt.
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Da Baden bekanntlich Hunger macht, bestellen wir für alle Soda,
Pommes und Hähnchen. Anschließens ist Duschen mit warmen Wasser angesagt . Sie sind total happy als ich sie dann noch abseife.
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Nachdem
wir dann 17 saubere Kids haben beginnt das Schminken für die Party. Ich habe
Glitzersterne und Spray mitgebracht.
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Um so mehr, um so toller finden sie das.
Nachdem wir nur noch „Sternchen“ haben fahren wir zum Haus zurück, denn unsere Gäste müssen bald kommen und unser Salat muß auch noch gemacht werden.
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Jetzt
aber haraka, denn die ersten Gäste sind schon da. Oh schitt, da sehe ich das
Fleisch zum Grillen, dann guten Appetit.
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Es ist kein Steakfleisch nur Knorpel
und Knochen! Na egal, wir haben ja 40 Toastbrote, Tomatensalat und jede Menge Kräuterbutter gemacht. Jetzt füllt es sich so langsam. Die Buschtrommel
funktionieren hier sehr gut. Von allen Seiten kommen Nachbarn Freunde und Kinder
zu uns.
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Matthis macht einige Siele mit den Kids. Wir versorgen alle mit Bowle
(kennt zwar keiner, schmeckt aber allen sehr gut) Soda. Um 19.00 Uhr zeigt
Helmut das Video vom letzten Aufenthalt. Es finden alle sehr gut.
Danach wird Musik angemacht und alle fangen an zu tanzen und zu singen. Ich mache 2
kleine Tanzspiele mit ihnen und die Stimmung steigt immer höher. Um 22.00 Uhr
müssen wir schnell ins Hotel fahren um noch mal 4 Kisten Soda und 1 Kiste Bier
zuholen da unsere Vorräte schon alle sind. Nun packe ich die Wunderkerzen und
Feuerwerke aus und wir beginnen schon etwas früher mit der Knallerei.
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Die Erwachsenen und singen und tanzen total ausgelassen in unserem Küchenhaus. Um 24.00
Uhr zünden wir 3 Raketen an, das ist natürlich das größte, alle staunen nur
noch. Bevor wir ins Hotel fahren schaue ich nochmals zu den Kiddis. Ist das
süß, keiner liegt alleine im Bett, alle zu zweit und alle mit Kleidchen oder
Hose. Komischer Weise ist aber kein Bett frei, denn die Nachbarskinder sind
einfach bei uns ins Bett gefallen. Um 2.00 Uhr sind wir dann endlich im Bett.
Wir sind uns alle einig, es war eine super Feier.
01.01.05 Heute sind alle noch sehr müde, sitzen auf dem Schoß und
schlafen ein, oder liegen auf der Bank rum. Heute kommt uns ein kenjanisches
Pärchen besuchen, gibt 4000ksh Spende und verschwindet sofort
wieder.
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Nachmittags gehen Helmut, Nanne und Mathies mit einem großen Teil der
Kinder am Strand spazieren. Klein Mary hat mal wieder ihren Bock und will ihre
eigenen Wegegehen. Auf einmal ist sie doch tatsächlich verschwunden und große
Aufregung ist im Gange. Nach kurzer Zeit taucht sie aber wieder auf und alle
kommen nach langem Spaziergang kaputt wieder nach Hause Wir wollen jetzt aber
auch nach Hause können nur leider kein Taxi erreichen. Um 19.30 Uhr kommt ein
Typ mit Gummilatschen,
Sportsachen und meint er wäre unser neuerAskari !(hätte um 18 Uhr kommen müssen)
Da ihn keiner kennt frage ich ihn nach seiner Lizenz.. Er gibt mir seine ID
Karte, ,aber nichts von
der Firma! Wir sind uns einig das er ein Schlitzohr ist und er auf keinen fall
hier bleiben darf, also schicken wir ihn wieder weg. So nun stehen wir da ohne
Askari mist aber auch!
Pauline hat aber 2 Bewerbungen vorliegen, ich schaue sie
schnell durch und einer hat sehr gute Papiere
davon. Sind gute Referenzen von der Polizei und auch von der Bank in der er schon gearbeitet hat. Wir rufen ihn
gleich an denn von der Firma die wir hatten wollen wir kleinen mehr , die Leute
schlafen nur in der Nacht, dafür brauchen wir kein Geld auszugeben. Auch haben
sie absolut nichts zur Verteidigung, frage mich was sie machen wollen wenn
wirklich mal ein
Überfall ist! Ekziel kommt dann auch sofort um gleich hier zu bleiben. Müssen
ihn aber
später noch mit Rungu Pfeil ,Bogen und Taschenlampe ausstatten, denn so was hat
er nicht privat. Figur hat er wie ein Preisboxer glaub schon das er unsere
Kinder gut verteidigen kann.(aber sympathisch finde ich ihn nicht gerade)
Endlich können wie nach Hause fahren ,wir haben es tatsächlich noch geschafft
ein Tuk Tuk anzurufen, das muß allerdings nun auch noch 2 mal fahren da nur 3
Personen reinpassen. Nun haben wir alle nur noch Hunger und wollen ins
Bett.
2.01.2005 Heute gehen Nanne und ich in die Kirche.
Die Kinder sind natürlich total happy und stolz das wir kommen.
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Nachdem unsere
Kids ihren Auftritt hatten und 1,5 Stunden vergangen sind schleichen wir uns mit
den 17 Kindern raus und gehen nach Hause. Heute Nachmittag gibt es Kuchen, den Pauline gebacken hat.
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Und eine super Geburttagsfeier für Willi startet nun.
(vorgezogen). Ich übergebe ihm den Patenbrief von Ruth einen Ball und ein
Volleyballnetz und er strahlt das seine Ohren fast Besuch bekommen. Auch die
anderen Kinder schauen sich alle nun die neuen Pateneltern von Willi neugierig an!. Nun wird es natürlich sofort
aufgebaut und ein Match beginnt. Danach machen wir Sackhüpfen und Matthis und
noch einige andere Spiele.
Da die Kids morgen wieder zur Schule müssen fahren
wir heute etwas früher nach Hause, denn sie müssen ihre Schulsachen noch packen
und alles ordnen.
03.01.05 Heute morgen bekommen wir Besuch von Mr. Hackermann, er wohnt nicht weit
von uns. Er gibt mir einen Umschlag mit Britischen Pfund.
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Seine Tochter hat in
London für uns gesammelt. Da keiner es umrechnen kann, fährt Helmut zur Bank.
Er kommt mit einem großen Stapel Geld zurück. 36 700 Ksch. Oh super, nun ist es
kein Problem für die neuen Kinderbetten, Matratzen, Schuhe, Uniformen usw. zu
kaufen.
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Die Kinder kommen nach der Schule alle zu mir und zeigen eine Liste mit
den Büchern die sie nun brauchen, na ja und das mal 14, aber es muß ja sein.
Selbst unsere kleine 3 ½ jährige Mary hat schon 5 Schulhefte und die ersten
Übungen geschrieben. Sie fangen sofort im Kindergarten mit schreiben an.
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Heute
verlängern wir alle Arbeitsverträge um 3 Monate und reden über Urlaubsregelung.
Als sie allerdings fragen, ob wir Krankenhauskosten für sie bezahlen müssen wir verneinen, denn das können wir nun
wirklich nicht.
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Wir haben eben 17 Kinder, und wenn mit ihnen was ist müssen wir
ja auch bezahlen und einen längere Krankheit von den Angestellten könnte teuer
werden. Vom Pastor hatten wir eine Ente geschenkt bekommen und ich sage zu
Daniel, er darf noch einen Erpel dazu kaufen – nun ist er glücklich, denn er
fand es überhaupt nicht gut, dass Pauline sie geschlachtet haben wollte.
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Wir
beschließen auch, hinten im Garten ein Tor zu
bauen. Die Kinder können dadurch den Weg zur Schule richtig gut abkürzen und
Elisabeth kann auch schnell mal kommen. Nun kontrollieren wir noch die Bücher.
Pauline hat nicht nur Kassenbuch sondern auch für jeden Monat eine Aufstellung
geschrieben.
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Z.B. 36 kg Kartoffeln, 1 kg Salz, 8 kg Fleisch. Im nächsten Buch
sind alle Spenden . Es ist viel an Lebenmitteln, Kleidung usw. reingekommen. Ein
Radiosender aus Kenya kam mit großem Pickup, der voll beladen war. U.a. 5
Matratzen, 15 Laken und jede Menge Lebensmittel. Gerade sind wir fertig, da
kommt Elisabeth rüber und die Freude ist von allen Seiten riesig. Sie war 3
Monate in der Schweiz und auch die Kinder haben sie vermisst. Natürlich gibt es
viel zu erzählen und im nu ist es 19.00 Uhr und wir müssen nach Hause.
04.01.05 Heute morgen gammeln wir mal, nur Helmut
fährt in Stadt zur Bank. Die Bank will heute angeblich die Bankauszüge fertig
haben. Wir sind im Oktober zur KBC Bank gewechselt und haben noch immer keine
Auszüge gesehen und auch Pauline weiß nicht wie viel Geld auf dem Konto ist.
Wir
müssen auch
unbedingt das mit der Vollmacht von Pauline und Dr. Fondo ändern, denn der Dok
ist ewig unterwegs und Pauline
kann nicht alleine Geld abholen. Wir bringen unsere Koffer heute ins Haus,
denn um 2.00 Uhr geht’s auf Safari. Einige Kids weinen als sie hören, dass wir 1
Woche weg sind. Auch Mathis muß sich erstmal verabschieden, denn er will noch
etwas von Kenya sehen. Wir haben ihn eingeladen bis zum Lake Nakuru uns zu
begleiten. Von dort will er dann zum Viktoriasee und am 15. Februar dann von
Mombasa wieder nach Hause fliegen. Auf jeden Fall will er die Kinder noch mal
vorher besuchen.. Von Willi, Benson und Mary der große Bruder (ca. 16 Jahre)
kommt sie auch regelmäßig aus Kaloleni besuchen. Weihnachten hat er einen Hahn
mitgebracht. ……………. Er kommt auch die 45 km mit dem Fahrrad um Mary einige
Bonbons zu bringen.
Nun 1 Woche Safari
12.01.05 Da wir gestern von 1 Woche Safari zurück sind ist erstmal
relaxen angesagt. Nachmittags gehen wir zu den Kids. Dort sind einige Arbeiter
im Gange einen Stall zu bauen. Pauline erzählt uns, dass wir von Blue Marlin
einen Stall, eine Milchkuh und 1 Ziege geschenkt bekommen!
Ohje, soll ich
mich jetzt freuen oder nicht? Hühner, Enten, Kuh, 3 Katzen, Ziege und großen
Gemüsegarten – alles ist ja auch viel Arbeit. Ich freue mich aber auf jeden Fall
über die Hilfe , die nun immer mehr auch von Kenyanern kommt. Wir haben 1
Fahrrad für die Kinder gekauft und nun ist üben angesagt. Nachdem der größte Teil der Kinder aus der Schule zurück ist, gehen wir gemeinsam zu unserer „Traumvilla“.
Ist wirklich ein Traum. 10 000 Quadratmeter Grundstück mit super tollen großen
Bäumen und Blumen, 4 Schlafzimmer und natürlich „Pool“! Schwimmflügel
aufgeblasen und alle rein, man ist hier nun was los, soviel Leben war hier
bestimmt lange nicht mehr. Selbst unsere kleine Mary hat jetzt keine Angst mehr
und schwimmt wie ein Frosch durch den Pool. Natürlich versuche ich auch einigen
Schwimmunterricht zu geben. Santa macht ihre Sache schon richtig gut. Um 18.00
Uhr beenden wir die Wasserschlacht, nun müssen sie sich langsam auf den Rückweg
begeben. Wir schauen noch etwas Video und dann ab ins
Bett.
13.01.05 Fahren mit Tuk Tuk zum Haus (Dreirad Mofa
mit 3 überdachten Sitzen). Au manno, da steht eine schwangere Ziege und ? ein
Bulle! Komische Milchkuh! Pauline hat wohl schon angerufen. Nun mal sehen was
geschieht. Falls der Bulle nicht getauscht wird, überlegen wir, den Bullen
zu verkaufen und es mit der Kuh zu lassen.
Es ist
sehr viel Arbeit und ein Bulle kostet nur Geld. Helmut und Willi fahren
einkaufen. Als die vom Kindergarten kommen, zeigen sie uns ganz stolz ihre
Hefte. Wir staunen nur, was schon alles schreiben und rechnen können. Friedha
und Quieni machen ihre Sache echt gut. Sie lernen auch alle Wörter in englisch
und suaheli zu schreiben. Darum verstehe ich nicht ganz, warum alle Kinder kaum
englisch sprechen.
14.01.05 Heute besichtigen wir ein Grundstück von
20 000 Quadratmetern, was zum Verkauf angeboten wird. Auf dem Grundstück ist ein
riesiges Haus für Kinder, Angestelltenwohnungen, großes Gästehaus und ein große
Villa mit Pool im arabischen Stil. Es liegt direkt am Mnarani Creek mit Zugang zum Beach.
Man müßte zwar einiges renovieren, ist viel Arbeit und vor allem
viel Farbe. Es ist halt alles nur eine Preisfrage. Es wäre schon ideal, dann
hätten wir alles zusammen. Auf einem Grundstück.
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Da das Haupthaus auch mit
großer Mauer und Gate noch mal extra liegt, würden die nicht mal Gäste stören.
Wahrscheinlich aber
wieder nur ein Traum! …….Nachmittags kommen alle Kinder zum Schwimmen zu uns.
Einige sind nun schon richtig gut, zwar noch mit Schwimmflügel, aber die
Bewegungen stimmen schon. Schade das wir nicht mal 8 Tage hintereinander üben
können, dann könnten sie es bestimmt. Um 18.00 Uhr beenden wir die große
Poolparty. Seph macht uns Sorgen, nach 10 Minuten zittert er am ganzen Körper
trotz des warmen Wassers. Da kann was nicht stimmen, auch die Augen gefallen mir
nicht. Er muß unbedingt vom Dok durchgescheckt
werden.
15.01.05 Heute morgen fahren wir mit einem Matatu mit den Kindern in eine andere Kirche, Die
Kinder werden in verschiedenen Altersgruppen unterteilt und lernen neue
Lieder. Dann
beginnt der normale Gottesdienst, man ist lang und langweilig.
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Geht doch bis
13.00 Uhr. Einmal und nie wieder! Ist viel zu lange, auch für die Kinder. Als
wir im haus ankommen sitzt von Quien und Celiena der große Bruder da.
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Ist schon
recht eigenartig, die Freude hält sich in Grenzen, man hat sich wohl nichts zu
erzählen. Helmut spielt Cowboy und
versucht den Bullen einzufangen.
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Er hat nun den restlichen Mais, der noch nicht
vertrocknet war, abgefressen. Es hat nun schon wochenlang nicht geregnet und Wasser aus der Leitung kommt nur
stundenweise, also können wir fast nichts gießen.
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Daniel, unser Gärtner, hat 1
Woche Urlaub. Er wird mit Sicherheit sauer sein, wenn er das sieht. Ich bin auch
froh, wenn er endlich wieder kommt den Kenyaner und sich um Tiere kümmern ist
ein Kapitel für sich.
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Man gut, dass wir in der Zeit gerade hier waren, sonst
wären wohl unsere Hühner, Enten und Katzen alle verdurstet und verhungert. Es
wird einfach täglich vergessen sie zu füttern, raus zu lassen oder ihnen Wasser
zu geben. Nachmittags kommen die Kids wieder zum Schwimmen. Um 19.30 Uhr fahren
wir dann ins Waisenhaus um mit ihnen einen Videofilm zu sehen. Die meisten
Kinder schlafen so nach und nach auf den Stühlen ein. Es hat abends nicht sehr
viel Sinn. So was zu machen. Ab 20.30 Uhr sind alle immer bettreif (geht mit
Beamer aber nur nach Einbruch der Dunkelheit).Ist heute aber wirklich schon
spät, sind erst um 22.30 Uhr im Haus.
16.01.05 Heute bin ich nach 3 Wochen das erste Mal auf der Liege. Ist aber
nur im Schatten auszuhalten, ist verdammt heiß. Trotz großem Ventilator im
Zimmer und alle Fenster offen, kann man schlecht schlafen. Mit Moskitonetz ist
es überhaupt nicht auszuhalten, ist einfach zu warm. Man gut, dass Moskitos diesmal nicht das Problem sind, eher die
Sandflöhe, die fressen mich hier fast auf. Nachmittags kommt Harun und wir schicken ihn gleich los, die Kinder zu
holen. Nun ist wieder was los. Santa und Fadhilli können sogar schon ohne
Schwimmflügel einige Meter schwimmen. Die meisten von den kleinen Kids schwimmen
jetzt toll mit den Flügeln.
Es ist wirklich schade, dass wir morgen hier raus
müssen. Ich schätze noch 3 Stunden Übung und wir hätten einige Freischwimmer.
Ich finde es unheimlich wichtig, dass alle Kinder schwimmen lernen, sie wohnen
schließlich am Meer und gehen da ja auch baden. Mal sehen, vielleicht können wir
ja noch einige Male ein Matatu bestellen und sie zur Makuti Villa holen. Zu Fuß
ist es leider zu weit. Um 18.30 fährt Harun die Kiddis wieder nach Hause und es
kehrt Ruhe ein. Wenn 17 Kinder im Pool rumtoben , ist es doch eine ganz schöne
Lautstärke, jeder schreit: Mama look me, look me usw.
17.01.05 Heute morgen wieder Koffer packen und raus aus unserer
„Traumvilla“. Wir sind diesmal wie die Massais, jede Woche woanders.
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Ist schade,
wieder in die Makutivilla zurück. Wir fahren noch im Heim vorbei und holen uns
noch 2 Matratzen (sind Reserve), denn wir haben uns 2 Sonnenliegen für heute ins
Makuti bestellt. Eh, sind die super, richtig weich und bequem. Nun mal wieder
Sachen auspacken, die Männer fahren einkaufen und wir gammeln dann auch nur
rum.
18.01.05 Um 9.00 Uhr starten wir nach Shanzu, ich
will noch einiges einkaufen. Der Hauptgrund ist aber Kispan, er soll unsere 3
Kühe nun verkaufen.
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In Serena ist ein neuer großer Laden gebaut, also halten
wir dort gleich an und sehen uns erstmal alles in Ruhe an. Er ist doch
tatsächlich um einiges günstiger als die anderen Läden, so dass ich fast alles
dort einkaufe (der nächste Weihnachtsmarkt kommt bestimmt).
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Nachdem wir Kispan
getroffen haben und ihm gesagt haben, er soll unsere 3 Kühe im Amboseli
verkaufen fahren wir wieder die 45 km nach Kilifi zurück, ich will noch einiges
im Haus erledigen. Nachmittags kommt der Onkel von Sandee mit der kleinen
Schwester an der Hand. Sie ist sehr verstört und ängstlich. Bekomme dann aber
mit, dass es nur um uns geht, sie hat noch nie „weiße Menschen“ gesehen .
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Der
Onkel sagt uns, dass sie noch nie außerhalb ihrer Hütten war und für sie alles
aufregend ist. Die kleine ist 5 Jahre alt und heißt Esther. Nachdem der Onkel
wieder weg ist, duschen wir Esther und suchen Sachen zum Anziehen für sie. Ich
stelle fest, dass wir noch einiges kaufen müssen, es ist nicht viel für sie da.
Esther hat auch Probleme am Ohr, ist alles aufgescheuert. Wir cremen sie erstmal
ein. Werden sie Dr. Fondo vorstellen müssen.
19.01.05 Ich fahre heute morgen gleich auf den Markt und kaufe für
Esther Kleidung ein. Auch Santa und Pendo bekommen von Nanne ein neues Kleid,
von beiden sind die Kleider etwas kurz. (hier geht kein Kind mit Minikleid).
Auch Esther bekommt gleich einen Schulranzen und 1 Puppe von uns. Nachmittags
kommt Elisabeth rüber und wir können noch wichtige Sachen besprechen.
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Sie
bekommt von uns nun eine Kasse und ein Kassenbuch, in dass sie alle Spenden
eintragen kann. Die Spenden, die vor Ort gegeben werden sollen geteilt werden.
Eine Hälfte bekommen die Kinder für besondere Wünsche, die andere Hälfte wird
für Krankheit, Hospital gesammelt.
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Am späten Nachmittag kommt eine Engländerin mit ihrer Tochter zu Besuch. Die Tochter
fragt uns, ob sie als Volontärin täglich 4 Stunden mit den Kindern arbeiten
darf. Sie wohnt am Kilifi Creek und die Mutter würde sie täglich mit dem Auto
bringen, also warum nicht. Buffi macht einen netten Eindruck und die Kinder
könnten schon jemand gebrauchen, der sich mit ihnen beschäftigt.
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Alle vermissen
Matthis. Siehe da, ein Aufschrei kommt plötzlich, alle Kids rennen nach vorne
und rufen Matthis, Matthis! Da sehe ich ihn mit Rucksack schleppend die Straße
hochkommen. Nun ist die Freude riesig. Er erzählt uns noch kurz wie toll Lamu
ist. Dann fahren wir ins Hotel, unser Taxi hat schon länger gewartet. Werden
uns morgen ausführlich mit ihm unterhalten.
20.01.05 Heute morgen um 8 Uhr haben wir ein Meeting mit
Papa Watoto. Wir geben ihm alle Dokumente die wir vom Verein haben. Er meint nun
in 2 Wochen hätten sie eine große Konferenz und wir würden dann die Eintragung
bekommen---wers glaubt wird seelig! ich glaub hier bald nichts mehr.
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Nun
fahren wir zur Bank, uns fehlen noch einige Auszüge, aber auch das ist ein
Problem, wir waren ja schon einige Male hier und er erklärt sich nun endlich
bereit diese aus Nairobi noch mal neu anzufordern, oh neeeee bekomme bald ne
Krise, diese Behörden hier! Nun aber ab ins Haus um mit den Kindern zu
spielen, das macht wenigstens Spaß!
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21.01.05 Heute kommt der Tierarzt ins Waisenhaus und untersucht alle
Tiere die wir haben. Er meint dieser Bulle müßte auch dringend behandelt werden.
Damit bin ich nun aber wirklich nicht einverstanden, denn er ist ein Geschenk und nun sollen wir noch Kosten dafür
haben! Der Tierarzt will ihn nun uns abkaufen, soll er, mit dem Bullen können
wir nichts anfangen, selbst Gras müßen wir kaufen, da können wir manchen Liter
Milch von
kaufen.
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Die Katzen bekommen alle 3 eine Wurmkur, die Hühner eine Medizin, die
Ziege 1 Wurmkur und etwas zum waschen gegen Zecken. Auch bekommt Daniel genaue
Anweisung über Futter und Tierhaltung.
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Nachmittags kommt Buffi das erste Mal
und schon beginnt ein Volleyballmatch! Ist wirklich toll das unser Mathis früher
gekommen ist, er zeigt ihr vieles was er immer mit den Kindern gespielt hat.
Nachdem Volleyball zu Ende ist spielen alle mit Begeisterung: Fischer, Fischer
wie tief ist das Wasser----sie lieben das Spiel! Da wir Besuch von einer
Architektin bekommen haben stellen sich alle Kinder auf und schnell wird ein
Lied gesungen. Ganz süß ist unsere kleine Mary, ihr dauert es einfach zu lange
und so stellt sie sich nach vorne und fängt schon mal an ein englisches Lied
alleine zu singen. Ist toll nach 3 Wochen kann sie schon fast alle Lieder und
Tänze.
22.01.05 Heute morgen haben wir noch einige
Termine die sich natürlich wieder länger gestalten.
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Wir sind gerade im Hotel
zurück als ein Matatu(Sammelbus) mit unseren Kindern und der gesammten Staff im
Hotel eintrifft. Wir haben sie hierher bestellt damit sie noch ein letztes Mal
im Poll schwimmen können.
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Tatsächlich schaffe ich es dadurch auch mal im Pool
zu baden. Nach 2 Stunden schwimmen und toben bekommen sie alle Soda, Hähnchen
und
Pommes, danach schauen wir uns noch einen Donald Duck Film an.
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Als die ersten
mal wieder einschlafen ordern wir schnell wieder ein Matatu und schicken sie
nach Hause.Wir bekommen in der Zwischenzeit Besuch vom Lionsclub Kilifi. Sie
wollen uns auch helfen und sagen uns das wir ihnen aber von jedem Kind einen
Lebenslauf und Bild geben sollen--Hakuna Matata!
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Sie unterstützen hier
überwiegend Aidswaisen und wir haben nun von 18 Kids 11 Aidswaisen!
23.01.05 Heute gehen die Kinder alle alleine in die Kirche, wir haben alle keine Lust. Um 13 Uhr fahren wir
dann zum Haus und finden nur Mathis dort der in der knalligen Sonne den
vertrockneten Mais aus der Erde rodet. Da es wieder verdammt heiß ist sage ich
ihm er soll es lieber lassen aber unser Mathis will sich halt beschäftigen.
Als die
Kinder endlich aus der
Kirche kommen essen wir gemeinsam Mittag. Das Essen ist immer lecker, zB. Reis,
Kartoffeln und Kohl, oder Ugali mit Bohnen. Sie kochen sehr viel mit
Kokosraspeln die sie mühsam aus den Schalen raushobeln das gibt eine richtige
tolle Soße. Da ich ihnen jetzt ja eine große Küchenmaschine mitgebracht habe
können
sie nun
aber die Raspeln etwas einfacher herstellen.
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Gestern haben wir 25 Pappbecher mit
Fruchtsaft gefüllt und in den Gefrierschrank gestellt um Wassereis zu machen. Es
hat tatsächlich geklappt und die Freude ist riesig als alle ein Eis bekommen.
Wir sind gerade fertig da kommt doch die Lehrerin aus der Kirche und fängt
wieder an mit den Kindern zu beten!
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Nun reichts mir aber, ich schaue es mir eine
halbe Stunde an und dann sage ich das ich das nicht möchte.
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Sie waren von 8 Uhr bis 1 Uhr in der Kirche und wenigstens
Sonntag Nachmittag sollen
sie zum spielen frei haben. Nun zieht die Lehrerin zwar etwas beleidigt ab, aber
wir wollen es nun mal nicht übertreiben.
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Dann kommen Franz und Hermine zu
Besuch. Diese beiden kümmern sich hier auch um Waisenkinder und haben früher
Willi und Benson unterstützt und Schulgeld bezahlt.
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Heute noch versorgen sie den
großen Bruder und die Großmutter mit Lebensmittel und ermöglichen vielen Kindern
den Schulbesuch!( http://www.asante.at/spenden.htm) Toll finde ich was
Benson gemacht hat, er hat den Taxifahrer von Franz getroffen und ihm gesagt er
möge Franz ausrichten das er, falls er ihnen was bringen möchte, hier nun 18
Waisen seien und er alleine nichts haben möchte! Hut ab, hätte ich von Benson
nicht gedacht denn eigentlich steht er gerne im Vordergrund.
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Franz hat sich auch
dran gehalten und 12 Kg Ugali und 2 Kg Bonbons mitgebracht so dass jeder etwas
abbekommt. Die Kinder freuen sich riesig und wollen nun einige Lieder für den
besuch singen, aber heute bestimmt klein Mary alles und startet ihre
Solokariere. Ist das süß sie stellt sich vor die großen und gibt den Ton an. Sie
hat eine kräftige tiefe Stimme und kann nach 3 Wochen Aufenthalt bei uns nun
schon fast alle texte und Tänze! Das ein Kind mit dreieinhalb Jahren schon so
exakt die Melodie halten kann finde ich erstaunlich und noch mehr das sie
suaheli und englisch singt, sie konnte bis jetzt ja nur Geriamer
sprechen! Nachdem Franz und Hermine gegangen sind starten Mathis und Buffi
mit Volleyball und anderen Spielen. Da wir nun überflüssig sind, die Kids sind
beschäftigt, fahren wir zum Hotel zurück.
24.01.05 Fahren heute morgen noch einkaufen und dann ins Waisenhaus, wir haben nun täglich
vergessen unsere 4 Koffer wieder mitzunehmen. Mist aber auch, die zeit ist rum
und ich muß doch packen.
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Ich lasse aber 2 große Safaritaschen mit meinen
persönlichen Sachen dort so dass ich beim nächsten Urlaub mit Sicherheit keine
Kleidung
mitnehmen muß.
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Helmuts tasche ist nicht ganz so schwer, schätze er schleppt
wieder alles nach Hause! Nun packe ich einen Koffer in den anderen und dann die
Sachen die ich alle für den nächsten Basar eingekauft habe. Da kommt doch
einiges an Gewicht wieder zusammen ,denn ich hab doch richtig viel gekauft und
hoffe das einiges an Geld beim Verkauf für die Kinder überbleibt!
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Nachmittags
sitzen wir mit der gesamten Staff zusammen um noch einiges zu besprechen. Dabei
stellen wir fest das die Kinder absolut keine Probleme bereiten nur Pauline
lässt den großen Boß raushängen und alle haben Angst vor ihr!
Auch wir haben
bemerkt das sie keinen Draht zu Kindern hat und nur befehlen will. Unser Motto
Hilfe mit Herz kommt bei ihr nicht an, also werden wir uns nach Ende des
Vertrages uns von ihr trennen. Alle guten Dinge sind 3!
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Wir sagen ihr es aber
noch nicht, können sie zwar laut Vertrag innerhalb 1 Woche entlassen aber warten
wir noch mal ab. Selfa, Grace und Daniel sind da ganz anders, lieb nett, fleißig
und
immer für die Kinder da.
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Leider haben sie aber alle nicht das Wissen um die Bücher zu führen, aber sie haben ein
Herz und die Kinder lieben sie! Selfa und Grace werden von den Kindern auch nur
Mama genannt während Pauline die Tante ist und die Kinder selten zu ihr
hingehen. Zurück im Hotel fragen wir dort einen Angestellten den wir schon
länger kennen und der einen sehr guten Eindruck auf uns macht. Er ist immer
fröhlich, höflich, intelligent und sauber gekleidet. Er holt uns seine Papiere
und siehe da er hat die Highschool besucht, bei einer großen Firma Abrechnungen
gemacht und gerade als Zusatzausbildung eine Schneiderlehre beendet. Seine Frau
studiert Lehramt in Nairobi und er unterstützt sie wo er nur kann.
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Er würde
gerne bei uns
arbeiten und fragt nicht mal was er verdienen würde. Ich glaube diesmal dass es
nun der richtige Mann fürs Heim ist und er wartet gerne 2 Monate bis wir wieder
kommen um alles zu regeln. Ist wahrscheinlich überhaupt besser wenn wieder ein
Mann das sagen bekommt denn auf den Behörden zählt einfach ein Mann mehr.
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Um
19 Uhr fahren wir noch mal ins Waisenhaus denn Doktor Fondo und Elisabeth warten
dort auf uns um uns zu Verabschieden. In großer Runde sitzen wir mit der Staff
zusammen und der Dok will eine kurze Rede halten, super, ein Kenyaner und kurze
Rede!
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Die kurze Lobesrede dauert dann auch eine gute halbe Stunde. Nun wird es
aber auch Zeit das wir uns
verabschieden, denn die Kinder müssen langsam ins Bett und solange wir hier sind
gehen sie bestimmt nicht! Nun kommen sie alle nach draußen denn sie wollen uns
ja zum Abschied noch ein Liedchen singen, aber das Geschluchse was ich nun höre
wird mit Sicherheit kein Lied! Oh je ist das schlimm, ob groß oder klein alle
stehen da und dicke Kullertränchen laufen über ihre Wangen.
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Quieni, Tina, Willi
und Seph sind besonders schlimm, können sich nicht beruhigen. Immer wieder
nehmen wir alle noch mal in den Arm und erklären ihnen dass wir schon in 8
Wochen uns alle wieder sehen! Aber was sind 8 Wochen in den Köpfen der Kinder?
Für sie geht im Moment gerade eine Welt unter und für uns auch! Nun gehe ich mit
allen Kindern rein und zeige ihnen wie sie auf dem großen Kalender jeden Tag nun
einen abstreichen können und wie schnell dann die zeit um ist! –Hilft auch
nichts. Also nur noch ins Auto und wegfahren, wird immer schlimmer, es geht uns
alle an die Nieren! Wie ein Trauerzug begleiten sie uns nun zum Auto und noch
als wir die Bofaroad weit runtergefahren sind sehe ich sie alle vor der Tür
stehen und hinterher gucken. Ich hoffe inständig dass Helmut bald in
Vorruhestand gehen kann und wir mal länger bleiben können denn dieser Abschied
ist einfach schlimm und er wird immer schlimmer je länger wir und sie uns
kennen!
25.01. Fahren heute gegen 8 Uhr los zum Flughafen. Nun heißt es
wieder Schlange stehen und endlose male alles durchchecken lassen. Um 12.30Uhr
starten wir dann endlich und 9ch darf mir ein heft ansehen was die Kinder alle
zusammen gebastelt haben. Richtig süß, jedes Kind hat ein Bild für uns gemalt
und mit Namen beschriftet. Manno ich vermisse sie ja jetzt schon, wir für uns
genauso schwer nun 2 Monate zu warten! Nach ruhigen Flug und dann Heimfahrt mit
dem Zug landen wir wieder sicher im schneeversunkenem Königslutter und frieren
fürchterlich, sind 40 Grad Temperaturunterschied! Das waren 4 Wochen „Urlaub“
mit unseren Kindern!
Nachtrag Christiane-Nanne: Wir haben wieder einen
wunderschönen, teilweise auch stressigen Urlaub mit Helmut und Petra verbracht.
Auch bei uns haben die Kinder große Spuren im Herz hinterlassen. Es sind
wunderschöne Erinnerungen wenn man an diese Liebe und Dankbarkeit denkt und wir
sind uns sicher dass wir diese Kinder nicht zum ersten und letzten Mal gesehen
haben
Gruß Nanne
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